Tannheimer Tal 2020 # 3

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Im heutigen Blogbeitrag zeige ich Fotos von meiner Wanderung auf den Schönkahler, einen 1688m hohen Berg im Tannheimer Tal.
Da es an dem Tag morgens stark geregnet hatte, habe ich erstmal ausschlafen, anschließend gemütlich gefrühstückt und dabei überlegt, wie ich den Tag gestalten könnte. Für nachmittags war eine Wetterbesserung in Sicht, also beschloss ich, mit der Wanderung noch etwas abzuwarten und zunächst nach Tannheim zu fahren, um mir die wunderschöne Lourdes Kapelle von innen anzusehen (Fotos folgen irgendwann auch noch).
Am frühen Nachmittag klarte es tatsächlich auf, so dass ich beschloss, auf den Schönkahler zu wandern – im Vorfeld hatte ich mir natürlich bereits einige Wanderungen herausgesucht, von denen ich unter Berücksichtigung des Wetters bzw. der Kondition jeweils spontan ein Ziel auswählte.
Startpunkt war der Berggasthof Zugspitzblick. Zu Beginn der Tour führt ein Forstweg durch Wiesen und Wald bergauf, später geht es über wunderschöne Wiesen-und Waldpfade weiter. Nach einer Weile blickt man auf eine Senke sowie gegenüber auf den Aufstieg zum Pirschling, der sich allerdings mehr zieht als es zunächst den Anschein erweckt 😉 . Bereits hier ist die Aussicht auf die umliegenden Berge, insbesondere der Blick auf Einstein und Aggenstein atemberaubend. Daher blieb ich häufig stehen und konnte gar nicht genug von der Rundumsicht sowie dem beeindruckenden Berg-Panorama bekommen.
Zwischen Pirschling und Schönkahler gilt es wiederum eine Senke zu durchqueren, bevor der Anstieg zum Schönkahler in Angriff genommen werden kann. Hier begegnete ich zwei Wanderinnen, die von der anderen Seite kamen, ansonsten war ich die gesamte Zeit über völlig allein in der wunderbaren Landschaft unterwegs, was ich sehr genossen habe. Ein Stück unterhalb des Gipfels zog sich der Himmel rasch immer mehr zu und ich ahnte, dass ich es nicht rechtzeitig schaffen würde, oben zu sein, solange die Sicht noch frei war. Daher holte ich schnell die Kamera aus dem Rucksack und machte sicherheitshalber ein paar Aufnahmen. Kurz vor Erreichen des Gipfels fing es dann an, heftig zu regnen, wodurch ich nur noch einige Meter weit sehen konnte. Glücklicherweise stehen am Gipfel des Schönkahlers einige Bäume, unter denen ich Zuflucht suchte, da es durch Sturm und starken Regen sehr ungemütlich wurde. In der Hoffnung, dass der Regen irgendwann nachlassen würde, blieb ich eine Weile dort sitzen und beobachtete das Naturschauspiel, nachdem ich mir zuvor noch schnell die Regenhose-und Jacke übergezogen hatte. Es war trotz allem eine tolle Stimmung so ganz allein auf dem Berg bei solch einer Witterung. Von den umliegenden Bergen war absolut nichts mehr zu sehen, einzig ein Alpendohlen-Pärchen ließ sich auf dem Gipfelkreuz nieder, um kurz danach weiter zu ziehen.
Nach etwa einer Dreiviertelstunde wurde es von der einen Seite her etwas heller. Mit Blick auf die Uhr beschloss ich, nicht länger auf eine eventuell frei werdende Sicht zu warten, da ich die Stirnlampe blöderweise nicht eingepackt hatte und daher auf jeden Fall vor Anbruch der Dunkelheit wieder unten sein wollte. Sobald der Regen schließlich tatsächlich aufgehört hatte, packte ich die Kamera erneut aus, um die vorbeiziehende Wolkenfront zu fotografieren. Etwas später klarte es sich noch weiter auf, allerdings hatte ich leider keine Zeit mehr, noch einmal zum Gipfel umzukehren. Da ich während des Abstieges relativ viel fotografiert habe, dauerte der Rückweg etwas länger, so dass es tatsächlich bereits dämmerte, als ich wieder auf dem Parkplatz ankam.
Ursprünglich hatte ich geplant, in dem Berggasthof noch etwas zu essen, aber so dreckig, nass und verschwitzt wollte ich dann doch nicht einkehren, zumal ich mich nach einer warmen Dusche sehnte 😉 .
Alles in allem ein wunderbares, beeindruckendes Erlebnis, das ich bei reinem „Bilderbuchwetter“ so nicht gehabt hätte!
















Links: Schönkahler, rechts: Pirschling

Blick zurück zum Schönkahler



Zwischendurch habe ich auch mit dem Handy fotografiert, wenn die Kamera gerade im Rucksack war:

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